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Fernwärmeleitung Bremerhaven

BHK stärkt Bremerhavens Fernwärmenetz

Eine sichere Wärmeversorgung ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft Bremerhavens. Deshalb setzt die BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG derzeit gleich zwei Fernwärmeprojekte für Wesernetz Bremerhaven um. Mit dem Ausbau und der Modernisierung des Fernwärmenetzes leisten unsere Teams einen wichtigen Beitrag dazu, die Infrastruktur der Seestadt zukunftsfähig aufzustellen und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.

Mehr Kapazitäten für Bremerhaven

An der Beuthener Straße erweitert die BHK seit November 2025 das bestehende Fernwärmenetz. Auf rund 900 Metern entsteht eine neue Leitungstrasse, die das vorhandene Netz mit einer Fernwärmeleitung entlang der A27 verbindet. Dadurch werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, um den wachsenden Anforderungen an die Wärmeversorgung Bremerhavens gerecht zu werden. Ein Großteil der Leitungen im Straßenbereich konnte bereits erfolgreich verlegt werden.

Bestehende Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Parallel dazu erneuert die BHK in der Eupener Straße einen bestehenden Fernwärmeabschnitt. Die neue Leitung ersetzt die vorhandene Infrastruktur und stellt sicher, dass die Wärmeversorgung in diesem Bereich auch künftig zuverlässig gewährleistet werden kann.

Fernwärmeleitungen in Bremerhaven

Gemeinsam für ein starkes Bremerhaven

Beide Projekte zeigen, welchen Beitrag moderne Infrastruktur für die Entwicklung einer Stadt leisten kann. Mit technischem Know-how, langjähriger Erfahrung im Leitungsbau und engagierten Teams vor Ort trägt die BHK dazu bei, Bremerhavens Fernwärmenetz für die Zukunft aufzustellen.

So schaffen wir als Teil der Seier Gruppe die Grundlage für eine sichere Wärmeversorgung und leisten einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität, Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit der Menschen in Bremerhaven.

Systemlieferant 110kV

Erster Einsatz als Systemlieferant im 110kV-Bereich 

Seit über zehn Jahren ist die BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG im 110-kV-Geschäft tätig. In dieser Zeit wurden bereits zahlreiche anspruchsvolle Projekte im Land Bremen, in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg erfolgreich realisiert. Mit einem aktuellen Projekt in Nordrhein-Westfalen betritt BHK nun neues Terrain. 

Erstmals tritt BHK in der Spannungsebene um 110kV auch als Systemlieferant auf. Dafür wurde eine Projektpartnerschaft mit der Firma TF-Kabel geschlossen. Am 11.02.2026 stand die Abnahme der ersten Kabelcharge im Werk von TF-Kabel im polnischen Bydgoszcz an. Für BHK nahmen Ralf Oberbüchler, Matthias Rettkowski und Robert Hormann an den umfangreichen Qualitätsprüfungen teil. 

Qualitätsprüfung im Kabelwerk in Polen 

Im Rahmen der Prüfungen wurde das Kabel unter anderem einer Überspannungsprüfung unterzogen und anschließend in präziser Detailarbeit in seine Einzelteile zerlegt. Leiterquerschnitte, Isolierstärken und Materialhomogenitäten wurden dabei mit den zulässigen Grenzwerten abgeglichen. Sämtliche Anforderungen konnten erfüllt werden, sodass die Freigabe der Kabelcharge erteilt wurde. 

Einblicke in moderne Kabelproduktion 

Die prozessbedingten Pausen wurden für eine Besichtigung des Kabelwerkes genutzt. Dabei entstand ein eindrucksvoller Einblick in die Herstellung unterschiedlichster Kabeltypen und die komplexen Produktionsabläufe moderner Kabeltechnik. Mit dem Partner TF-Kabel wurde vereinbart, auch künftig im engen Austausch zu bleiben und anstehende Aufgaben der kommenden Jahre gemeinsam anzugehen. 

Systemlieferant 110kV
Azubispot BHK

Ausbildung 2026: Jetzt informieren, jetzt bewerben 

Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag auf einer Baustelle aus? Welche Aufgaben übernehmen Auszubildende im Tief- und Leitungsbau? Und welcher Beruf passt zu deinen Interessen? 

Wenn du dir diese Fragen gerade stellst, dann solltest du die kommenden Wochen nutzen, um Unternehmen kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch BHK ist in der heißen Phase der Azubi-Suche wieder unterwegs und informiert über Ausbildungsberufe und Einstiegsmöglichkeiten. 

Triff uns auf der AzubiSpot in Bremen! 

Du möchtest mehr über eine Ausbildung bei BHK erfahren? Dann besuche uns auf der AzubiSpot in Bremen. Dort kannst du mit unseren Mitarbeitenden und Auszubildenden ins Gespräch kommen, Fragen stellen und mehr über die vielfältigen Aufgaben in unserem Unternehmen erfahren. 

Bremen 
CinemaxX Bremen 
Breitenweg 27, 28195 Bremen 
Mittwoch, 17. Juni 2026 

Natürlich haben wir auch einen Beitrag für die große Leinwand dabei. Dieser wird im Kino gezeigt und gibt dir einen Einblick in die Arbeit und Ausbildung bei BHK. 

Film ab! 

Du möchtest schon vorab einen Eindruck von BHK gewinnen? Dann schau dir bereits jetzt unseren Recruiting-Film an.

Urkunde für die 2. Stufe des Großen preis des Mittelstandes

BHK erstmals im Rennen um den Großen Preis des Mittelstandes 

Die BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG nimmt 2026 zum ersten Mal am Ausschreibungsverfahren zum Großen Preis des Mittelstandes teil. Bereits in diesem Jahr hat das Unternehmen die Jurystufe erreicht. Dieses Ergebnis zeugt von einer starken Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren.  

Der Bewerbungsprozess hat noch einmal schwarz auf weiß gezeigt, wie breit BHK heute aufgestellt ist. Zu allen Bewertungskriterien konnten fundierte Angaben gemacht werden: von Wachstum und Innovation über Mitarbeiterentwicklung und gesellschaftliches Engagement bis zu Kundenorientierung und Zukunftsfähigkeit. 

Wachstum mit starkem Rückhalt 

Diese Entwicklung ist das Ergebnis technischer Kompetenz, verlässlicher Arbeit und allem voran eines starken Teams. Gleichzeitig zeigt sie, welche Bedeutung die starke Rückendeckung der Seier Gruppe hat. Der Austausch innerhalb der Unternehmensgruppe, gemeinsame Weiterentwicklung und ein starker Verbund im Infrastrukturbau schaffen Stabilität und eröffnen neue Perspektiven. 

Die Stärke von BHK zeigt sich nicht nur in erfolgreichen Projekten und langfristigen Partnerschaften mit Auftraggebern. Sie zeigt sich auch darin, was das Unternehmen seinen Mitarbeitenden bietet: moderne Technik, Weiterbildung, sichere Arbeitsplätze, Entwicklungsmöglichkeiten und ein starkes Miteinander. 

Ein wichtiges Zeichen für die Zukunft 

Die erreichte Jurystufe ist damit mehr als eine Urkunde. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, welchen Weg BHK in den vergangenen Jahren gegangen ist und welche Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen wurde. 

Gemeinsam Zukunft gestalten: Führungskräfteworkshop bei BHK

Der erste Workshoptag war geprägt von intensivem Austausch über die Entwicklung des Unternehmens, aktuelle Herausforderungen und zukünftige Chancen. Gemeinsam wurden Stärken, Entwicklungsfelder und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit diskutiert. Auch persönliche Erinnerungen und Anekdoten aus dem Arbeitsalltag kamen nicht zu kurz.

Am zweiten Tag stand das Teambuilding gemeinsam mit einem Coach im Fokus. Dabei ging es darum, eigene Stärken besser kennenzulernen und zu erleben, wie wichtig Vertrauen und Zusammenarbeit im Team sind. Die Gespräche sorgten für viele unterhaltsame Momente und zeigten einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens.

Teamgeist im Mittelpunkt

Den gelungenen Abschluss bildete am Abend ein gemeinsames Pub-Quiz mit Fragen rund um BHK, den Baustellenalltag und Allgemeinwissen. Die Stimmung war ausgelassen und der Abend klang mit vielen Gesprächen und gemeinsamen Lachern entspannt aus.

Diese zwei Tage machten deutlich, wie wichtig ein offener Austausch, das gegenseitige Vertrauen und ein starkes Miteinander für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind. Der Führungskräfteworkshop lieferte viele wertvolle Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit.

Co-Geschäftsführer der BHK; Paul Srajbr

Rohrbau neu denken 

Paul Šrajbr treibt den Netzausbau für BHK in NRW voran 

Seit September 2025 verantwortet Paul Šrajbr als Geschäftsführer der BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG den Geschäftsbereich in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Energiewende, wachsendem Netzausbau und steigenden Anforderungen positioniert sich BHK unter seiner Führung dort neu. Im Interview spricht er über Marktchancen, moderne Führung und die Rolle des Rohrbaus für die Zukunft der Infrastruktur Deutschlands. 

Sie sind neu in der Geschäftsführung. Was hat Sie an BHK Tief- und Rohrbau besonders gereizt, und was ist Ihr persönlicher Anspruch an die neue Rolle?  

Die Tätigkeit im Rohrleitungsbau macht mir unheimlich viel Spaß, weil die Arbeit sehr teamorientiert ist und von einem kollegialen Miteinander geprägt wird. Was mich an BHK besonders angesprochen hat, ist vorwiegend die Möglichkeit, ein Unternehmen aktiv weiterzuentwickeln. Gleichzeitig ist für mich auch wichtig, dass sich Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren lassen.  

Sie verantworten den Bereich in NRW: Welche Markt- und Projektchancen sehen Sie dort im Tief- und Rohrbau und wo sind aktuell die größten Engpässe?  

Die Marktchancen liegen zum einen darin, dass wir in der Region bisher noch nicht in der Tiefe vertreten sind, die das vorhandene Marktpotenzial eigentlich hergibt. Der neue Standort in Rheda-Wiedenbrück schließt dabei eine wichtige geografische Lücke zwischen Herford und Schwerte und stärkt unsere regionale Präsenz. Gleichzeitig bietet die Energiewende enorme Chancen, da in den kommenden Jahren erhebliche zusätzliche Kapazitäten im Ausbau der Netze benötigt werden.  

Was bedeutet „regional etablieren“ in der Praxis? Wie weit ist der Prozess? 

Mit Schwerte und Herford haben wir bereits zwei langjährig etablierte Standorte, die seit vielen Jahren am Markt sind. Gleichzeitig besteht dort weiterhin Entwicklungspotenzial. Gerade die Region Ostwestfalen-Lippe ist durch große Flächen und entsprechend lange Leitungsstrecken geprägt, bei gleichzeitig hoher Wirtschaftsleistung. Regional etablieren heißt für mich daher, unsere Präsenz weiter auszubauen, bestehende Strukturen zu stärken und gleichzeitig neue Kapazitäten aufzubauen, um diesem Bedarf gerecht zu werden. 

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben? Inwieweit ähneln sich die Führungsstile zu ihrer Co-Geschäftsführung Robert Hormann? 

Wir sind beide technisch geprägte Führungskräfte und kommen aus dem Ingenieurwesen. Das bedeutet, dass für uns eine saubere, fachlich hochwertige Ausführung der Arbeit im Mittelpunkt steht. Uns verbindet der Anspruch, unsere Mitarbeitenden weiterzuentwickeln und eine hohe Qualität sicherzustellen. Ich verfolge dabei einen klaren Coachingansatz. Man kann das gut mit „fördern und fordern“ beschreiben. Wichtig ist mir auch eine Kultur des Respekts und der Anerkennung. Gleichzeitig spielt das Thema Arbeitssicherheit eine zentrale Rolle.  

Co-Geschäftsführer der BHK: Robert Hormann und Paul Šrajbr
Fotos: Carsten Heidmann (Bremen)

Rohrbau in der Praxis – Qualität, Effizienz, Zukunft 

Wenn Leserinnen und Leser nur eine Sache über modernen Rohrbau wissen sollten: Was hat sich in den vergangenen Jahren am stärksten verändert? 

Ich würde sagen, dass ich Veränderungen vorwiegend darin sehe, wie geführt wird. Momentan merken wir einen Wandel in dieser Branche weg von patriarchischen Strukturen hin zu mehr Wertschätzung, Anerkennung und einer stärkeren Übertragung von Verantwortung an die Mitarbeitenden. 

Welche Qualitäts- und Sicherheitsfaktoren sind im Rohrleitungsbau aus Ihrer Sicht „nicht verhandelbar“, unabhängig von Projektgröße und Zeitdruck? 

Am Ende müssen alle gesund nach Hause kommen. Das ist die oberste Maxime. Das beginnt ganz klar bei der persönlichen Schutzausrüstung. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeitenden dafür sensibilisiert sind. Qualitätsseitig stehen wir natürlich unter Druck. Aber gute Arbeit sorgt für einen guten Ruf, reduziert Mängelansprüche und damit auch Folgekosten. Gleichzeitig steigert sie den Stolz und die Motivation der Mitarbeitenden. Zudem ist die Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil, um Qualität dauerhaft sicherzustellen und sie auch gegenüber Auftraggebern transparent zu machen. 

Welche Punkte machen den Rohrbau als Berufsfeld für die neue Generation so attraktiv? 

Ich glaube, der Rohrbau ist zum einen ein Bereich, ohne den es nicht geht. Wir leisten einen essenziellen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Darauf kann man sehr stolz sein. Ein weiterer Punkt ist die Zukunftssicherheit des Berufs. Während in der Industrie viele Prozesse automatisiert werden, benötigen wir im Rohrbau weiterhin Menschen und perspektivisch sogar mehr davon. Das macht den Beruf langfristig sicher und bietet Entwicklungschancen für jede einzelne Person. Und wenn man wie wir auf die Arbeitssicherheit und Ergonomie achtet, kann man diesen Beruf auch langfristig gut ausüben. 

Wo sehen Sie die größten Potenziale für effizienteren Rohrbau in NRW? 

Entscheidend ist aus meiner Sicht die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern und ausführenden Unternehmen. Was einen gemeinsamen Arbeitsfluss häufig behindert, sind Verwaltungsthemen und Auflagen. Das treibt die Kosten erheblich in die Höhe. Deshalb sehe ich ein großes Effizienzpotenzial darin, Prozesse zu vereinfachen und Rahmenbedingungen praxistauglicher zu gestalten. Technisch gibt es ebenfalls Ansätze, etwa durch bessere Datennutzung oder neue Technologien wie Augmented Reality. Ein weiteres Potenzial liegt im Umgang mit dem Boden.

Sehen Sie langfristig Potenziale durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz im Rohrbau? 

Ich sehe den ersten sinnvollen Einsatz eher in Bereichen, die ohnehin digital ablaufen, zum Beispiel in der Verwaltung oder bei kaufmännischen Prozessen. Voraussetzung dafür ist eine gute Datenbasis. Hier sind wir als BHK innerhalb der Seier-Gruppe bereits gut aufgestellt, weil wir viele Daten erheben und verarbeiten und mit integrierten Systemen arbeiten. Themen wie ERP werden in Zukunft noch wichtiger. Konkrete Anwendungen sehe ich zum Beispiel in der automatisierten Verarbeitung von Dokumenten.  

Ist das aktuell ein Alleinstellungsmerkmal von BHK oder zieht der Wettbewerb bereits nach? 

Wir haben auf jeden Fall das Potenzial dazu. Als Teil einer größeren Struktur haben wir die Möglichkeit, Systeme und Prozesse aufzubauen, wie sie in der Industrie schon länger etabliert sind.  

Wie gehen Sie mit dem Spannungsfeld um: hoher Bau- und Sanierungsdruck vs. Fachkräftemangel – funktioniert etwas in der Praxis wirklich? 

Wir legen einen ganz klaren Fokus auf die Ausbildung und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Es geht darum, dass wir in der Lage sind, unsere Mitarbeitenden gezielt zu entwickeln, sie an komplexere Aufgaben heranzuführen und ihnen Perspektiven zu bieten.  

Blick nach vorn: Welche Themen werden Rohrbau-Projekte in den nächsten Jahren besonders prägen? 

Ein zentrales Thema sind Fernwärme- und Nahwärmenetze. Diese werden stark durch die kommunale Wärmeplanung beeinflusst, aber auch durch die individuellen Kompetenzen und Möglichkeiten der jeweiligen Netzbetreiber vor Ort. Das zweite große Thema ist der Kabelleitungsbau. Dieser Ausbau ist notwendig, um die steigenden Anforderungen durch Elektromobilität, Wärmepumpen und dezentrale Stromerzeugung abzudecken. Auch Batteriespeicher spielen hier eine wichtige Rolle. Das dritte Thema, das aktuell bisher nicht im Fokus steht, sind Wasserleitungen.  

Sehen Sie auch beim Thema Wasserstoff Potenzial? 

Grundsätzlich bewegen wir uns nicht in einzelnen Systemen wie nur Gas, nur Strom oder nur Fernwärme, sondern in einem Energiemix. Wasserstoff kann dabei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere im Bereich der Energiespeicherung. Entscheidend wird aber sein, wie schnell der Ausbau der Infrastruktur und der Produktionskapazitäten voranschreitet. Wenn das zügig gelingt, wird sich hier ein großes Arbeitsfeld entwickeln.  

Was macht BHK für den ökologischen Fußabdruck, welche Materialien, und Techniken werden hierfür eingesetzt?  

Verfahren wie das Saugbaggern sind minimalinvasiv und schonen unter anderem den Baumbestand. Im Bau gilt oft: Maßnahmen, die wirtschaftlich sinnvoll sind, haben häufig auch ökologische Vorteile. Wenn wir Material vor Ort wiederverwenden können, sparen wir Transportwege und damit Emissionen. Der entscheidende Punkt ist jedoch ein anderer: Der eigentliche Beitrag des Rohrleitungsbaus zur Ökologie liegt in der Infrastruktur selbst. Wir bauen die Netze, die eine effiziente und nachhaltigere Versorgung überhaupt erst ermöglichen. 

Verbandsarbeit & Digitalisierung 

Sie haben beim rbv-Infopoint zur Prozessoptimierung/Digitalisierung im Leitungsbau mitgewirkt: Was war der Auslöser?  

Das Ganze ist in einem Arbeitskreis entstanden. Die Idee war, zunächst einen Überblick zu schaffen. Also aufzuzeigen, welche Themenfelder es gibt und womit sich Unternehmen grundsätzlich auseinandersetzen sollten. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ohne eigene IT-Strukturen ist es wichtig, erste Orientierung zu bekommen und konkrete Ansatzpunkte zu sehen. Unser Ziel war es, aus der Arbeitsgruppe heraus einen Mehrwert für andere Unternehmen zu schaffen und die Branche insgesamt weiterzubringen. 

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Botschaft, die die Branche daraus mitnehmen sollte? 

Die wichtigste Botschaft ist, dass wir stärker zusammenarbeiten müssen. Wenn wir die Energiewende und den Netzausbau erfolgreich umsetzen wollen, können wir das nur gemeinsam schaffen.  

Verbandsarbeit klingt für viele nach „Gremien“. Wo bringt sie im Rohrleitungsbau wirklich messbaren Mehrwert?

Im Kern geht es um Sicherheit, technische Standards und Qualitätsstandards, die gemeinsam entwickelt und weiter angepasst werden. Insgesamt geht es in der Verbandsarbeit sehr stark um den Austausch von praktischen Lösungen für konkrete Herausforderungen im Arbeitsalltag. Das hat einen direkten Einfluss auf die Qualität und Effizienz unserer Arbeit. 

Kann man sagen, dass BHK als Unternehmen konkret von dieser Verbandsarbeit profitiert? 

Auf jeden Fall. Wir profitieren davon, dass wir frühzeitig in technische Entwicklungen eingebunden sind und diese teilweise mitgestalten können. Dadurch können wir unseren eigenen Qualitätsanspruch einbringen und gleichzeitig sicherstellen, dass wir bei neuen Themen und Anforderungen auf dem aktuellen Stand sind. 

Zukunftstag 2026

Zukunftstag bei BHK: Einblicke in den Arbeitsalltag auf der Baustelle 

Beim diesjährigen Zukunftstag erhielten die Teilnehmenden bei der BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG direkte Einblicke in den Arbeitsalltag auf der Baustelle und im Büro. An den Standorten Bremerhaven und Rheda-Wiedenbrück waren sie mittendrin statt nur dabei. 

Ob beim Vermessen von Baustellen, beim Ausheben von Baugruben oder beim Verlegen von Leitungen: Hier wurde nicht nur zugeschaut, sondern direkt mitgemacht. Die jungen Teilnehmenden konnten viele typische Tätigkeiten selbst ausprobieren. Dabei setzten wir bewusst auf Praxis, denn so funktioniert Baustelle. 

Selbst anpacken und mitlaufen 

Besonders anschaulich wurde es bei den praktischen Aufgaben. Beim Zusammenbau von Verbaukästen, beim Kabelzug oder bei Hausanschlüssen konnten die Teilnehmenden aktiv unterstützen und Abläufe direkt nachvollziehen.   

Sie waren auf verschiedenen Baustellen unterwegs, auf denen Wasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen verlegt wurden. Auch Einblicke in vorbereitende Arbeiten gehörten dazu, zum Beispiel beim Anfordern von Fremdleitungsplänen oder beim Erfassen von Aufmaßen im Büro. Begleitet wurden sie dabei von Bauleiterinnen, Polieren und den Teams vor Ort, die ihren Arbeitsalltag greifbar machten. 

Höhepunkte und echte Eindrücke 

Ein klarer Höhepunkt war an beiden Standorten das Baggerfahren. Unter Anleitung durften die Teilnehmenden selbst Maschinen bedienen und so die Arbeit im Tiefbau direkt erleben. Die Begeisterung war spürbar da. Es wurde viel gefragt, ausprobiert und gestaunt. Vor allem die Kombination aus Baustelle und Büro zeigte, wie vielseitig die Aufgaben sind. Zum Abschluss kamen alle noch einmal zusammen, tauschten ihre Eindrücke aus und erhielten ein kleines Präsent. 

Der Zukunftstag bei BHK hat gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig Einblicke in die Praxis zu ermöglichen. Wer selbst mitarbeitet, versteht schnell, wie vielfältig die Aufgaben sind und wie viele unterschiedliche Bereiche im Hintergrund zusammenwirken. So entsteht ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag und vielleicht auch das Interesse, später selbst Teil davon zu werden. 

Auszubildene Olha im Porträt

BHK-Auszubildende im Wibb-Magazin (Magazin für Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven)


Azubi im Porträt

Olha Khomyk im Wibb-Magazin (Magazin für Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven)

Ein Neuanfang mit Mut, Motivation und klaren Zielen: Unsere Auszubildende Olha Khomyk wird in der aktuellen Ausgabe der IHK-Wirtschaftszeitung vorgestellt.

Im Porträt berichtet sie über ihren Weg von der Ukraine nach Deutschland, ihren Neustart bei BHK im August 2025 und ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Sie spricht über Herausforderungen wie Sprache und Anerkennung von Abschlüssen – und darüber, warum sie sich bewusst für eine Ausbildung entschieden hat, um hier beruflich neu durchzustarten.

Wir freuen uns sehr über diese besondere Anerkennung und sind stolz, Olha auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Hier geht’s zum vollständigen Beitrag in der IHK-Wirtschaftszeitung: Azubi im Porträt: Olha Khomyk, Kauffrau für Büromanagement – WIBB | Das Magazin der Handelskammer Bremen

Kleine Osteraktion als Zeichen der Wertschätzung

Rund um Ostern hat BHK seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer kleinen Aktion eine Freude bereitet: Bereits am Karfreitag wurden im Unternehmen Schokoladenhasen verteilt, teils ganz klassisch, teils mit einem Augenzwinkern versteckt.

Die Idee dahinter war bewusst einfach gehalten. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, den täglichen Einsatz der Belegschaft wertzuschätzen und dafür einmal ganz unkompliziert Danke zu sagen.

Gerade im Arbeitsalltag sind es oft die kleinen Gesten, die zeigen, dass Engagement gesehen wird. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, das Miteinander im Unternehmen positiv zu stärken.

Die Osteraktion ist damit ein Beispiel dafür, wie Wertschätzung im Alltag gelebt werden kann: nahbar, ehrlich und ohne großen Aufwand.

Azubi-Werkstatt in Seevetal  

Seit dem 04.10.2023 gibt es unsere Azubi-Werkstatt in Seevetal. Gemeinsam mit der Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH & Co. KG und der Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG schaffen wir eine Ausbildungsumgebung, die Theorie und Praxis sinnvoll verbindet und genau dort ansetzt, wo es im Arbeitsalltag darauf ankommt. 

Das Konzept ist klar aufgebaut: 
Unsere Auszubildenden im 1. und 2. Lehrjahr wechseln im Blockmodell zwischen 6 Wochen Berufsschule, 6 Wochen innerbetrieblicher Unterweisung – zu dieser gehört auch die Azubi-Werkstatt – sowie rund 3 Wochen im Kolonneneinsatz. So wird das Gelernte nicht nur verstanden, sondern direkt angewendet. 

Praxis, die hängen bleibt 

Im praktischen Teil vermitteln wir alles, was im Bereich Elektrotechnik wirklich gebraucht wird. Schritt für Schritt lernen die Azubis: 

  • Hausanschlüsse herzustellen  
  • Kabelschränke zu montieren und korrekt zu verkabeln  
  • die Grundlagen und Abläufe der Energieverteilungstechnik  

Ein besonderer Höhepunkt ist unser „Muffen-Loch“. Hier wird unter realistischen, beengten Bedingungen gearbeitet, genauso wie es später auch auf der Baustelle vorkommt. Das fordert Präzision, sauberes Arbeiten und ein gutes Verständnis für die Technik. 

Theorie, die Sinn ergibt 

Auch der theoretische Teil ist bewusst praxisnah aufgebaut. Inhalte wie Mathematik und Physik werden so vermittelt, dass sie im Arbeitsalltag greifbar werden. 

Dabei schauen wir genau hin: Wo liegen Stärken? Wo gibt es noch Lücken? 
Ziel ist es, jeden Einzelnen gezielt zu fördern und Defizite Schritt für Schritt aufzuarbeiten. 

Erfahrung, die weiterbringt 

Mit Torsten Rieckmann begleitet ein erfahrener Ausbilder aus den Wähler-Reihen die Azubis durch diese Zeit. Er ist seit 2017 hauptberuflich als Ausbildungsleiter Elektrotechnik tätig und bringt zusätzlich seine Erfahrung aus dem IHK-Prüfungsausschuss ein. 

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt sich auch in den Ergebnissen: 
Drei Auszubildende haben ihre Prüfung bereits mit der Bestnote 1 abgeschlossen – und wurden sogar als Kammerbeste ausgezeichnet.