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Co-Geschäftsführer der BHK; Paul Srajbr

Rohrbau neu denken 

Paul Šrajbr treibt den Netzausbau für BHK in NRW voran 

Seit September 2025 verantwortet Paul Šrajbr als Geschäftsführer der BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG den Geschäftsbereich in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Energiewende, wachsendem Netzausbau und steigenden Anforderungen positioniert sich BHK unter seiner Führung dort neu. Im Interview spricht er über Marktchancen, moderne Führung und die Rolle des Rohrbaus für die Zukunft der Infrastruktur Deutschlands. 

Sie sind neu in der Geschäftsführung. Was hat Sie an BHK Tief- und Rohrbau besonders gereizt, und was ist Ihr persönlicher Anspruch an die neue Rolle?  

Die Tätigkeit im Rohrleitungsbau macht mir unheimlich viel Spaß, weil die Arbeit sehr teamorientiert ist und von einem kollegialen Miteinander geprägt wird. Was mich an BHK besonders angesprochen hat, ist vor allem die Möglichkeit, ein Unternehmen aktiv weiterzuentwickeln. Gleichzeitig ist für mich auch wichtig, dass sich Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren lassen.  

Sie verantworten den Bereich in NRW: Welche Markt- und Projektchancen sehen Sie dort im Tief- und Rohrbau und wo sind aktuell die größten Engpässe?  

Die Marktchancen liegen zum einen darin, dass wir in der Region bisher noch nicht in der Tiefe vertreten sind, die das vorhandene Marktpotenzial eigentlich hergibt. Der neue Standort in Rheda-Wiedenbrück schließt dabei eine wichtige geografische Lücke zwischen Herford und Schwerte und stärkt unsere regionale Präsenz. Gleichzeitig bietet die Energiewende enorme Chancen, da in den kommenden Jahren erhebliche zusätzliche Kapazitäten im Ausbau der Netze benötigt werden.  

Was bedeutet „regional etablieren“ in der Praxis? Wie weit ist der Prozess? 

Mit Schwerte und Herford haben wir bereits zwei langjährig etablierte Standorte, die seit vielen Jahren am Markt sind. Gleichzeitig besteht dort weiterhin Entwicklungspotenzial. Gerade die Region Ostwestfalen-Lippe ist durch große Flächen und entsprechend lange Leitungsstrecken geprägt, bei gleichzeitig hoher Wirtschaftsleistung. Regional etablieren heißt für mich daher, unsere Präsenz weiter auszubauen, bestehende Strukturen zu stärken und gleichzeitig neue Kapazitäten aufzubauen, um diesem Bedarf gerecht zu werden. 

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben? Inwieweit ähneln sich die Führungsstile zu ihrer Co-Geschäftsführung Robert Hormann? 

Wir sind beide technisch geprägte Führungskräfte und kommen aus dem Ingenieurwesen. Das bedeutet, dass für uns eine saubere, fachlich hochwertige Ausführung der Arbeit im Mittelpunkt steht. Uns verbindet der Anspruch, unsere Mitarbeitenden weiterzuentwickeln und eine hohe Qualität sicherzustellen. Ich verfolge dabei einen klaren Coachingansatz. Man kann das gut mit „fördern und fordern“ beschreiben. Wichtig ist mir auch eine Kultur des Respekts und der Anerkennung. Gleichzeitig spielt das Thema Arbeitssicherheit eine zentrale Rolle.  

Co-Geschäftsführer der BHK: Robert Hormann und Paul Šrajbr
Fotos: Carsten Heidmann (Bremen)

Rohrbau in der Praxis – Qualität, Effizienz, Zukunft 

Wenn Leserinnen und Leser nur eine Sache über modernen Rohrbau wissen sollten: Was hat sich in den letzten Jahren am stärksten verändert? 

Ich würde sagen, dass ich Veränderungen vor allem darin sehe, wie geführt wird. Momentan merken wir einen Wandel in dieser Branche weg von patriarchischen Strukturen hin zu mehr Wertschätzung, Anerkennung und einer stärkeren Übertragung von Verantwortung an die Mitarbeitenden. 

Welche Qualitäts- und Sicherheitsfaktoren sind im Rohrleitungsbau aus Ihrer Sicht „nicht verhandelbar“ unabhängig von Projektgröße und Zeitdruck? 

Am Ende müssen alle gesund nach Hause kommen. Das ist die oberste Maxime. Das beginnt ganz klar bei der persönlichen Schutzausrüstung. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeitenden dafür sensibilisiert sind. Qualitätsseitig stehen wir natürlich unter Druck. Aber gute Arbeit sorgt für einen guten Ruf, reduziert Mängelansprüche und damit auch Folgekosten. Gleichzeitig steigert sie den Stolz und die Motivation der Mitarbeitenden. Zudem ist die Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil, um Qualität dauerhaft sicherzustellen und sie auch gegenüber Auftraggebern transparent zu machen. 

Welche Punkte machen den Rohrbau als Berufsfeld für die neue Generation so attraktiv? 

Ich glaube, der Rohrbau ist zum einen ein Bereich, ohne den es nicht geht. Wir leisten einen essenziellen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Darauf kann man sehr stolz sein. Ein weiterer Punkt ist die Zukunftssicherheit des Berufs. Während in der Industrie viele Prozesse automatisiert werden, brauchen wir im Rohrbau weiterhin Menschen und perspektivisch sogar mehr davon. Das macht den Beruf langfristig sicher und bietet Entwicklungschancen für jede einzelne Person. Und wenn man wie wir auf die Arbeitssicherheit und Ergonomie achtet, kann man diesen Beruf auch langfristig gut ausüben. 

Wo sehen Sie die größten Potenziale für effizienteren Rohrbau in NRW? 

Entscheidend ist aus meiner Sicht die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern und ausführenden Unternehmen. Was einen gemeinsamen Arbeitsfluss häufig behindert, sind Verwaltungsthemen und Auflagen. Das treibt die Kosten erheblich in die Höhe. Deshalb sehe ich ein großes Effizienzpotenzial darin, Prozesse zu vereinfachen und Rahmenbedingungen praxistauglicher zu gestalten. Technisch gibt es ebenfalls Ansätze, etwa durch bessere Datennutzung oder neue Technologien wie Augmented Reality. Ein weiteres Potenzial liegt im Umgang mit dem Boden.  

Sehen Sie langfristig Potenziale durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz im Rohrbau? 

Ich sehe den ersten sinnvollen Einsatz eher in Bereichen, die ohnehin digital ablaufen, zum Beispiel in der Verwaltung oder bei kaufmännischen Prozessen. Voraussetzung dafür ist eine gute Datenbasis. Hier sind wir als BHK innerhalb der Seier Gruppe bereits gut aufgestellt, weil wir viele Daten erheben und verarbeiten und mit integrierten Systemen arbeiten. Themen wie ERP werden in Zukunft noch wichtiger. Konkrete Anwendungen sehe ich zum Beispiel in der automatisierten Verarbeitung von Dokumenten.  

Ist das aktuell ein Alleinstellungsmerkmal von BHK oder zieht der Wettbewerb bereits nach? 

Wir haben auf jeden Fall das Potenzial dazu. Als Teil einer größeren Struktur haben wir die Möglichkeit, Systeme und Prozesse aufzubauen, wie sie in der Industrie schon länger etabliert sind.  

Wie gehen Sie mit dem Spannungsfeld um: hoher Bau- und Sanierungsdruck vs. Fachkräftemangel was funktioniert in der Praxis wirklich? 

Wir legen einen ganz klaren Fokus auf die Ausbildung und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Es geht darum, dass wir in der Lage sind, unsere Mitarbeitenden gezielt zu entwickeln, sie an komplexere Aufgaben heranzuführen und ihnen Perspektiven zu bieten.  

Blick nach vorn: Welche Themen werden Rohrbau-Projekte in den nächsten Jahren besonders prägen? 

Ein zentrales Thema sind Fernwärme- beziehungsweise Nahwärmenetze. Diese werden stark durch die kommunale Wärmeplanung beeinflusst, aber auch durch die individuellen Kompetenzen und Möglichkeiten der jeweiligen Netzbetreiber vor Ort. Das zweite große Thema ist der Kabelleitungsbau. Dieser Ausbau ist notwendig, um die steigenden Anforderungen durch Elektromobilität, Wärmepumpen und dezentrale Stromerzeugung abzudecken. Auch Batteriespeicher spielen hier eine wichtige Rolle. Das dritte Thema, das aktuell noch nicht im Fokus steht, sind Wasserleitungen.  

Sehen Sie auch beim Thema Wasserstoff Potenzial? 

Grundsätzlich bewegen wir uns nicht in einzelnen Systemen wie nur Gas, nur Strom oder nur Fernwärme, sondern in einem Energiemix. Wasserstoff kann dabei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere im Bereich der Energiespeicherung. Entscheidend wird aber sein, wie schnell der Ausbau der Infrastruktur und der Produktionskapazitäten voranschreitet. Wenn das zügig gelingt, wird sich hier ein großes Arbeitsfeld entwickeln.  

Was macht BHK für den ökologischen Fußabdruck, welche Materialien, Techniken werden hierfür eingesetzt?  

Verfahren wie das Saugbaggern sind minimalinvasiv und schonen beispielsweise den Baumbestand. Im Bau gilt oft: Maßnahmen, die wirtschaftlich sinnvoll sind, haben häufig auch ökologische Vorteile. Wenn wir Material vor Ort wiederverwenden können, sparen wir Transportwege und damit Emissionen. Der entscheidende Punkt ist jedoch ein anderer: Der eigentliche Beitrag des Rohrleitungsbaus zur Ökologie liegt in der Infrastruktur selbst. Wir bauen die Netze, die eine effiziente und nachhaltigere Versorgung überhaupt erst ermöglichen. 

Verbandsarbeit & Digitalisierung 

Sie haben beim rbv-Infopoint zur Prozessoptimierung/Digitalisierung im Leitungsbau mitgewirkt: Was war der Auslöser?  

Das Ganze ist in einem Arbeitskreis entstanden. Die Idee war, zunächst einen Überblick zu schaffen. Also aufzuzeigen, welche Themenfelder es gibt und womit sich Unternehmen grundsätzlich auseinandersetzen sollten. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ohne eigene IT-Strukturen ist es wichtig, erste Orientierung zu bekommen und konkrete Ansatzpunkte zu sehen. Unser Ziel war es, aus der Arbeitsgruppe heraus einen Mehrwert für andere Unternehmen zu schaffen und die Branche insgesamt weiterzubringen. 

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Botschaft, die die Branche daraus mitnehmen sollte? 

Die wichtigste Botschaft ist, dass wir stärker zusammenarbeiten müssen. Wenn wir die Energiewende und den Netzausbau erfolgreich umsetzen wollen, können wir das nur gemeinsam schaffen.  

Verbandsarbeit klingt für viele nach „Gremien“ wo bringt sie im Rohrleitungsbau wirklich messbaren Mehrwert? 

Im Kern geht es um Sicherheit, technische Standards und Qualitätsstandards, die gemeinsam entwickelt und weiter angepasst werden. Insgesamt geht es in der Verbandsarbeit sehr stark um den Austausch von praktischen Lösungen für konkrete Herausforderungen im Arbeitsalltag. Das hat einen direkten Einfluss auf die Qualität und Effizienz unserer Arbeit. 

Kann man sagen, dass BHK als Unternehmen konkret von dieser Verbandsarbeit profitiert? 

Auf jeden Fall. Wir profitieren davon, dass wir frühzeitig in technische Entwicklungen eingebunden sind und diese teilweise mitgestalten können. Dadurch können wir unseren eigenen Qualitätsanspruch einbringen und gleichzeitig sicherstellen, dass wir bei neuen Themen und Anforderungen auf dem aktuellen Stand sind. 

Zukunftstag 2026

Zukunftstag bei BHK: Einblicke in den Arbeitsalltag auf der Baustelle 

Beim diesjährigen Zukunftstag erhielten die Teilnehmenden bei der BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG direkte Einblicke in den Arbeitsalltag auf der Baustelle und im Büro. An den Standorten Bremerhaven und Rheda-Wiedenbrück waren sie mittendrin statt nur dabei. 

Ob beim Vermessen von Baustellen, beim Ausheben von Baugruben oder beim Verlegen von Leitungen: Hier wurde nicht nur zugeschaut, sondern direkt mitgemacht. Die jungen Teilnehmenden konnten viele typische Tätigkeiten selbst ausprobieren. Dabei setzten wir bewusst auf Praxis, denn genau so funktioniert Baustelle. 

Selbst anpacken und mitlaufen 

Besonders anschaulich wurde es bei den praktischen Aufgaben. Beim Zusammenbau von Verbaukästen, beim Kabelzug oder bei Hausanschlüssen konnten die Teilnehmenden aktiv unterstützen und Abläufe direkt nachvollziehen.   

Sie waren auf verschiedenen Baustellen unterwegs, auf denen Wasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen verlegt wurden. Auch Einblicke in vorbereitende Arbeiten gehörten dazu, zum Beispiel beim Anfordern von Fremdleitungsplänen oder beim Erfassen von Aufmaßen im Büro. Begleitet wurden sie dabei von Bauleiterinnen, Polieren und den Teams vor Ort, die ihren Arbeitsalltag greifbar machten. 

Highlights und echte Eindrücke 

Ein klares Highlight war an beiden Standorten das Baggerfahren. Unter Anleitung durften die Teilnehmenden selbst Maschinen bedienen und so die Arbeit im Tiefbau direkt erleben. Die Begeisterung war spürbar da. Es wurde viel gefragt, ausprobiert und gestaunt. Vor allem die Kombination aus Baustelle und Büro zeigte, wie vielseitig die Aufgaben sind. Zum Abschluss kamen alle noch einmal zusammen, tauschten ihre Eindrücke aus und erhielten ein kleines Präsent. 

Der Zukunftstag bei BHK hat gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig Einblicke in die Praxis zu ermöglichen. Wer selbst mitarbeitet, versteht schnell, wie vielfältig die Aufgaben sind und wie viele unterschiedliche Bereiche im Hintergrund zusammenwirken. So entsteht ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag und vielleicht auch das Interesse, später selbst Teil davon zu werden. 

Auszubildene Olha im Porträt

BHK-Auszubildende im Wibb-Magazin (Magazin für Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven)


Azubi im Porträt

Olha Khomyk im Wibb-Magazin (Magazin für Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven)

Ein Neuanfang mit Mut, Motivation und klaren Zielen: Unsere Auszubildende Olha Khomyk wird in der aktuellen Ausgabe der IHK Wirtschaftszeitung vorgestellt.

Im Porträt berichtet sie über ihren Weg von der Ukraine nach Deutschland, ihren Neustart bei BHK im August 2025 und ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Sie spricht über Herausforderungen wie Sprache und Anerkennung von Abschlüssen – und darüber, warum sie sich bewusst für eine Ausbildung entschieden hat, um hier beruflich neu durchzustarten.

Wir freuen uns sehr über diese besondere Anerkennung und sind stolz, Olha auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Hier geht’s zum vollständigen Beitrag in der IHK Wirtschaftszeitung: Azubi im Porträt: Olha Khomyk, Kauffrau für Büromanagement – WIBB | Das Magazin der Handelskammer Bremen

Kleine Osteraktion als Zeichen der Wertschätzung

Rund um Ostern hat BHK seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer kleinen Aktion eine Freude bereitet: Bereits am Karfreitag wurden im Unternehmen Schokoladenhasen verteilt, teils ganz klassisch, teils mit einem Augenzwinkern versteckt.

Die Idee dahinter war bewusst einfach gehalten. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, den täglichen Einsatz der Belegschaft wertzuschätzen und dafür einmal ganz unkompliziert Danke zu sagen.

Gerade im Arbeitsalltag sind es oft die kleinen Gesten, die zeigen, dass Engagement gesehen wird. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, das Miteinander im Unternehmen positiv zu stärken.

Die Osteraktion ist damit ein Beispiel dafür, wie Wertschätzung im Alltag gelebt werden kann, nahbar, ehrlich und ohne großen Aufwand.

Azubi-Werkstatt in Seevetal  

Seit dem 04.10.2023 gibt es unsere Azubi-Werkstatt in Seevetal. Gemeinsam mit der Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH & Co. KG und der Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG schaffen wir eine Ausbildungsumgebung, die Theorie und Praxis sinnvoll verbindet und genau dort ansetzt, wo es im Arbeitsalltag darauf ankommt. 

Das Konzept ist klar aufgebaut: 
Unsere Auszubildenden im 1. und 2. Lehrjahr wechseln im Blockmodell zwischen 6 Wochen Berufsschule, 6 Wochen innerbetrieblicher Unterweisung – zu dieser gehört auch die Azubi-Werkstatt – sowie rund 3 Wochen im Kolonneneinsatz. So wird das Gelernte nicht nur verstanden, sondern direkt angewendet. 

Praxis, die hängen bleibt 

Im praktischen Teil vermitteln wir alles, was im Bereich Elektrotechnik wirklich gebraucht wird. Schritt für Schritt lernen die Azubis: 

  • Hausanschlüsse herzustellen  
  • Kabelschränke zu montieren und korrekt zu verkabeln  
  • die Grundlagen und Abläufe der Energieverteilungstechnik  

Ein besonderes Highlight ist unser „Muffen-Loch“. Hier wird unter realistischen, beengten Bedingungen gearbeitet, genauso, wie es später auch auf der Baustelle vorkommt. Das fordert Präzision, sauberes Arbeiten und ein gutes Verständnis für die Technik. 

Theorie, die Sinn ergibt 

Auch der theoretische Teil ist bewusst praxisnah aufgebaut. Inhalte wie Mathematik und Physik werden so vermittelt, dass sie im Arbeitsalltag greifbar werden. 

Dabei schauen wir genau hin: Wo liegen Stärken? Wo gibt es noch Lücken? 
Ziel ist es, jeden Einzelnen gezielt zu fördern und Defizite Schritt für Schritt aufzuarbeiten. 

Erfahrung, die weiterbringt 

Mit Torsten Rieckmann begleitet ein erfahrener Ausbilder aus den Wähler-Reihen die Azubis durch diese Zeit. Er ist seit 2017 hauptberuflich als Ausbildungsleiter Elektrotechnik tätig und bringt zusätzlich seine Erfahrung aus dem IHK-Prüfungsausschuss ein. 

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt sich auch in den Ergebnissen: 
Drei Auszubildende haben ihre Prüfung bereits mit der Bestnote 1 abgeschlossen – und wurden sogar als Kammerbeste ausgezeichnet. 

Einsatz des Saugbaggers in der Sierichstraße

Hightech unter den Platanen: Wie der Saugbagger Umwelt und Infrastruktur verbindet

Mitten in der Sierichstraße trifft Geschichte auf Hightech. Hier wird aktuell eine der ältesten Bestandsleitungen Hamburgs erneuert, eine Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1888. Verlegt wurde sie in einer Zeit, als Pferdekutschen noch das Straßenbild prägten. Heute wird sie im Auftrag der Hamburger Wasserwerke zukunftssicher gemacht, auch mit Blick auf den geplanten Neubau der U5.

Insgesamt werden rund 1.800 Meter Hauptleitung in den Dimensionen DN 200, DN 150 und DN 100 erneuert, ergänzt durch etwa 650 Meter Hausanschlussleitungen. Zum Einsatz kommen moderne duktile Gussrohre mit Zementmörtel- und Polyethylenbeschichtung. Diese Bauweise sorgt für hohe Druckbeständigkeit, zuverlässigen Korrosionsschutz und eine lange Lebensdauer. Gebaut wird in offener Bauweise, also mit klassischem Rohrgraben, was im innerstädtischen Raum besondere Präzision erfordert.

Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch nicht nur im Alter der Leitung, sondern im sensiblen Umfeld. Sämtliche Bauabschnitte befinden sich im direkten Wurzelbereich alter Platanen, die das Straßenbild prägen und ökologisch wertvoll sind. Ihre Wurzeln verlaufen häufig flach und weit verzweigt durch den Boden. Unsachgemäße Erdarbeiten könnten die Standfestigkeit und Gesundheit der Bäume langfristig gefährden.

Genau hier kommt der Saugbagger ins Spiel. Anders als ein herkömmlicher Hydraulikbagger, der das Erdreich mechanisch löst, arbeitet der Saugbagger mit einem kontrollierten Unterdrucksystem. Der Boden wird mithilfe von Luft aufgelockert und anschließend abgesaugt. Für Passanten wirkt das wie ein riesiger Industriestaubsauger. Für Fachleute ist es eine hochpräzise, zerstörungsarme Methode zur Freilegung sensibler Bereiche.

Technisch betrachtet reduziert das Verfahren die mechanischen Belastungen auf Wurzeln erheblich. Scherkräfte und unkontrollierte Abbrüche werden minimiert, Feinwurzeln bleiben weitgehend erhalten. Gleichzeitig bleibt die natürliche Bodenstruktur stabil, was für die spätere Wiederverfüllung und Verdichtung entscheidend ist. Der permanente Saugbaggereinsatz ist daher kein Zusatz, sondern zentrales Element des Umweltschutzkonzepts.

Begleitet werden die Arbeiten kontinuierlich durch einen Baumpfleger, der freigelegte Wurzeln dokumentiert und bei kleinsten Beschädigungen sofort eingreift. Aufgrund der fehlenden Kampfmittelfreiheit ist zudem eine ständige fachliche Begleitung des Bodenaushubs vorgeschrieben. Auch das zuständige Grünflächenamt kontrolliert regelmäßig die Einhaltung aller Auflagen.

Seit dem 17. März 2025 arbeitet ein Team von sechs bis acht Fachkräften Abschnitt für Abschnitt an der Erneuerung. Die Bauzeit beträgt rund 18 Monate. Der Fortschritt ist bewusst kontrolliert, weil hier nicht nur eine über 130 Jahre alte Leitung ersetzt wird, sondern weil Technik, Sicherheit und Baumschutz gleichzeitig höchste Priorität haben.

Unter den Platanen der Sierichstraße entsteht so moderne Infrastruktur, ohne das gewachsene Stadtgrün zu gefährden. Die Kombination aus historischer Leitung von 1888 und innovativer Saugtechnik zeigt, wie zeitgemäßer Tiefbau heute funktioniert, präzise, verantwortungsvoll und mit Respekt vor der Umwelt.

Gemeinsames Grillen in Rheda-Wiedenbrück

Kollegialer Ausklang auf dem Betriebsgelände

Am 2. März 2026 fand auf dem Betriebsgelände der BHK in Rheda-Wiedenbrück ein gemeinsames Grillen für alle Mitarbeitenden statt. Zwischen Baustelle und Büro standen Biertische und am frühen Nachmittag wurde bei strahlendem Sonnenschein der Grill angezündet und Herzhaftes aufgelegt.

Der Anlass hierfür war, dass gleich fünf neue Mitarbeiter an den Standorten Rheda-Wiedenbrück und Herford bei BHK gestartet sind. Freuen kann sich das BHK-Team an den zwei Standorten nun über einen neuen Bauleiter, einen Kalkulator und drei gewerbliche Mitarbeiter, die das Team zukünftig tatkräftig unterstützen werden.

Bei frühlingshaften Temperaturen entstanden im Laufe des Nachmittags viele Gespräche, die im normalen Arbeitsbetrieb oft zu kurz kommen. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen und Niederlassungen nutzten die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen und sich besser kennenzulernen. Das Event sollte aber noch viel mehr als nur ein Kennenlernen sein, es sollte für das Team ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und ein ehrliches „Danke“ für die tägliche Arbeit sein, die hier oft selbstverständlich geleistet wird.

Am Ende stand kein großes Event im Mittelpunkt, sondern ein gemeinsamer, unkomplizierter Nachmittag. Das Grillen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig solche Gelegenheiten für das Miteinander im Unternehmen sind und dass Wertschätzung nicht laut sein muss, um anzukommen.

Heiko Müller bei BHK

Zurück im Team: Ein Weg, der Mut gemacht hat 

Manche Geschichten beginnen nicht neu. Sie setzen an einem Punkt an, an dem vieles ungewiss ist. Wie bei Heiko Müller- er ist seit vielen Jahren Teil von BHK. Vor einer Erkrankung war er als LKW-Fahrer unterwegs – zuverlässig, engagiert und tief im Team verwurzelt. Dann veränderte eine Krankheit von einem Tag auf den anderen sein Leben grundlegend. Er muss sich heute mit diversen körperlichen Einschränkungen auseinandersetzen. Was geblieben ist: sein Wille. Und seine Verbindung zu uns. 

Ein zweiter Anfang 

Der Wiedereinstieg war kein Selbstläufer. Im Februar 2025 startete der erste Versuch – doch es fehlten noch notwendige Unterlagen. Also, alles verschieben. Beim zweiten Anlauf erhielt Heiko Müller einen Coach an seine Seite, der ihn beratend unterstützte und den Neustart begleitete. Schritt für Schritt fand er seinen Platz im Arbeitsalltag zurück. 

Heute versieht Heiko Müller Maschinen und Geräte mit dem unserem neuen BHK-Logo. Er übernimmt kleinere Transportfahrten und Besorgungen. Aufgaben, die wichtig sind – und die zu seiner aktuellen Situation passen. Was vielleicht am meisten zählt, sagt er selbst: „Mir macht die Arbeit vom ersten Moment an Spaß. Ich habe ein Jahr lang nicht so gelacht.“ 

Team bedeutet mehr als Zusammenarbeit 

Natürlich ist nicht alles wie früher. Körperlich schwere Arbeiten übernimmt heute das Team. „Meine Kollegen stehen mir beratend zur Seite. Schwere Arbeit nehmen sie mir ab“, beschreibt er das Teamwork. Sein Blick auf Arbeit hat sich verändert. Er achtet stärker auf seine eigenen Grenzen. Teamarbeit bedeutet für ihn heute Offenheit und gegenseitige Unterstützung – weil Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist. 

Verantwortung in der Führung 

Auch für die Führung war Heiko Müllers Rückkehr ein bewusster Prozess. „Wir haben seinen Wiedereinstieg strukturiert begleitet“, erklärt Sandro Ziebart. „Fachlich haben wir ihn Schritt für Schritt wieder an Aufgaben herangeführt. Organisatorisch mit klaren Absprachen zu Tempo und Prioritäten unterstützt. Wichtig war, Überforderung zu vermeiden und gleichzeitig seine Erfahrung einzubinden.“ 

Offenheit, Flexibilität und realistisches Erwartungsmanagement seien entscheidend gewesen. „Es braucht Vertrauen, Zeit und eine Arbeitsumgebung, in der Anpassungen möglich sind – ohne Druck, aber mit klarer Struktur“, so Sandro Ziebart weiter. Für uns als BHK ist diese Geschichte mehr als eine gelungene Wiedereingliederung. Sie zeigt, was Unternehmenskultur wirklich bedeutet: Den Menschen nicht nur als Arbeitskraft zu sehen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Ein langjähriger Mitarbeiter bleibt Teil des Teams – auch wenn sich seine Rolle verändert. Vielleicht gerade dann.

Sandro Ziebart und Heiko Müller arbeiten gemeinsam in der Werkstatt
Führungskräfteworkshop

Wir investieren in unsere Führungskräfte 

Im Rahmen eines gruppenweiten Führungskräfteworkshops haben insgesamt 34  Führungskräfte – darunter auch Führungskräfte von BHK – an einem zweitägigen Workshop in Hannover bzw. Hamburg teilgenommen. 

Der praxisnahe Workshop vermittelte konkrete Instrumente für eine klare, motivierende Kommunikation und den souveränen Umgang mit typischen Führungssituationen. Ziel ist es, Mitarbeitende gezielt zu führen, zu binden und die Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. 

„Gute Führung bedeutet für mich, dass man sich gegenseitig versteht, klare Aufgaben definiert und sich alle damit identifizieren können. Am Ende soll ein starkes Ergebnis stehen, das ist unser gemeinsames Ziel und davon leben wir.“

– Jörg H. (Niederlassungsleiter)

Mehr zum Führungskräfteworkshop lesen Sie im vollständigen Gruppenbeitrag der Seier Gruppe.

IRO 2026 Drehmomentchallenge

Fachlicher Austausch beim Oldenburger Rohrleitungsforum 

BHK war beim Oldenburger Rohrleitungsforum 2026 als Teil der Seier Gruppe vertreten. Am 5. und 6. Februar haben wir die Veranstaltung genutzt, um neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, bestehende Kontakte zu vertiefen und den fachlichen Austausch innerhalb der Branche weiterzuführen. 

Das Forum war zugleich der erste öffentliche Auftritt von Paul Srajbr in seiner Rolle als BHK-Geschäftsführer. Der persönliche Austausch vor Ort bot eine gute Gelegenheit, Gespräche zu führen, Perspektiven kennenzulernen und BHK im direkten Dialog mit der Branche zu vertreten. 

Besonders wertvoll für uns waren: 

  • Der persönliche Austausch mit Branchenexpertinnen und -experten. In den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Unternehmen konnten wir zahlreiche fachliche Perspektiven mitnehmen und Erfahrungen teilen, die für unsere tägliche Arbeit relevant sind. 
  • Der Vortrag von Kuhlmann. Bernd Alvermann und Jens Schnakenbeck gaben praxisnahe Einblicke in das Thema „Herausforderung – Einsatz von Kleinbohrtechnik beim Bau von HGÜ-Netzen“ und beleuchteten dabei technische und organisatorische Aspekte, die auch für BHK von Bedeutung sind. 
  • Die Drehmoment-Challenge am CraftCom-Innenstand. Der freundschaftliche Wettbewerb bot eine aufgelockerte Ergänzung zum fachlichen Programm und schuf zusätzliche Gelegenheiten für persönliche Gespräche. 

Passend zur Messe konnten wir zudem unseren Imagefilm sowie unsere Imagebroschüre zeigen. Beides unterstützte uns dabei, BHK als verlässlichen und fachlich fundierten Partner zu präsentieren.