
Im Rahmen der umfassenden Erneuerung der Bahnunterführung Hastedter Heerstraße im Bereich Zeppelinstraße (Zeppelintunnel) übernahm die BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG seit Herbst 2024 die Umverlegung und Erneuerung sowie Neulegung diverser Versorgungsleitungen. Das Großprojekt, das voraussichtlich bis 2026 andauert, stellt eine zentrale Maßnahme zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in Bremen dar.
Ausgangssituation und Projektablauf
Die bestehende Bahnunterführung entsprach nicht mehr den aktuellen verkehrstechnischen und infrastrukturellen Anforderungen. Im Rahmen der Erneuerungsarbeiten übernahm BHK die komplexe Aufgabe der Verlegung umfangreicher Versorgungsleitungen. Dazu zählten Fernwärmeleitungen DN 300/450, Gasleitungen DN 300/200, Wasserleitungen DN 200 sowie 1kV Stromleitungen und Steuer- sowie Kommunikationsleitungen.
Die Baumaßnahme erforderte den Einsatz der gesamten Gerätepalette – vom Minibagger für Versorgungsleitungen und Hausanschlüsse bis zum 15-Tonnen-Mobilbagger für den Tiefbau und die Verlegung der Hauptversorgungsleitungen. In Spitzenzeiten waren bis zu 12 Mitarbeiter zeitgleich auf der Baustelle tätig, die je nach Baufortschritt und Anforderung flexibel eingesetzt wurden.
Herausforderungen und Lösungen
Die besondere Komplexität des Projekts ergab sich aus der notwendigen Koordination mit mehreren Projektpartnern. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn, der BSAG und deren Nachunternehmern (Matthäi, Echterhoff) sowie unter Berücksichtigung der Belange des Koordinierungs- und Managementbüros Bremen (KMB). Um den reibungslosen Ablauf des Gesamtprojektes für alle beteiligten Firmen sicherzustellen, waren kontinuierliche Abstimmungen und flexible Personaleinsätze erforderlich.
Eine zentrale Herausforderung stellte die Unterquerung der bestehenden BSAG-Gleistrasse dar. Während der vorgegebenen Sperrpause mussten alle Gewerke – vom Betonbau über den Gleisbau bis hin zum Oberleitungsbau – in einem sehr engen Zeitfenster auf engstem Arbeitsraum perfekt aufeinander abgestimmt werden. Dies erforderte teilweise Nachtarbeit und eine präzise logistische Planung.
Eine weitere technisch anspruchsvolle Aufgabe war die Verlegung der Fernwärmerohre DN 300/450 in DB-Schutzrohren DN 600 auf sehr beengten Platzverhältnissen unterhalb des alten Bahntunnels. Hierbei mussten die strengen Auflagen der Deutschen Bahn für Materialien und Schweißtechnik eingehalten werden.
Die Firma BHK bewältigte diese Herausforderungen durch regelmäßige Koordinationsgespräche mit allen Beteiligten, eine flexible Personalplanung mit Schicht- und Nachtarbeit je nach Baufortschritt und Terminlage sowie eine engmaschige Bauleitung und Dokumentation zur Einhaltung des ambitionierten Zeitplans. Die erfolgreiche Bewältigung dieser komplexen Aufgabenstellung unter Einhaltung aller Sicherheits- und Qualitätsstandards unterstreicht die hohe Kompetenz von BHK im anspruchsvollen Infrastruktur-Tiefbau.



